KapelleGilsend

 

 

 

 

Neugotische Kapelle in Gilsenöd - Patrozinium Schmerzhafte Muttergottes

Die Bauersleute Joseph und Anna Handl aus Gilsenöd (zwischen Thundorf und Langenisarhofen) hatten den Bau einer Kapelle gelobt, falls ihre schwerkranken Kinder wieder gesund werden sollten. Nachdem die Kinder genesen waren, wurde das Gelöbnis erfüllt und die Kapelle 1855 im neugotischen Stil errichtet. Das Bauwerk besitzt an der Westseite einen Dachreiter mit zwei Glocken. Im zweiten Weltkrieg wurde eine Glocke leihweise der Wallfahrtskirche Halbmeile überlassen und nach Beendigung des Krieges wieder zurückgegeben. Im Inneren ist die Konstruktion des Dachstuhles sichtbar, das Balkenwerk ist bemalt und vergoldet. Die Wände sind mit Schablonenmalerei geschmückt. Die vier spitzbogigen Fenster besitzen farbige Glasgemälde mit Büsten der Heiligen (von links) Franz v. Assisi, Laurentius, Joseph und Wolfgang. Der mit Fialen gezierte Altar birgt im Schrein die Holzfigur der Pieta. Ein Wallfahrtszertifikat vom Heiligen Berg Prybram in Böhmen bezeugt, dass Bewohner unserer Gegend im vergangenen Jahrhundert dorthin gepilgert sind. Die Kapelle ist mit ihrer reichen Innenbemalung einmalig im Landkreis Deggendorf.